In der traditionellen japanischen Medizin werden die 經絡 Keiraku (chinesisch = Jing, deutsch = Leitbahnen, Funktionskreise oder Meridiane) als zentraler Aspekt der Gesundheit betrachtet.
Dieses Wissen über die Leitbahnen wurde von Japan aus der chinesischen traditionellen Medizin übernommen und dann später eigenständig weiterentwickelt.
Im Westen sind die Namen dieser Meridiane nach den Organen vergeben worden,
was leicht zu Mißverständnissen führen kann,
da die Meridiane eine funktionelle Sicht darstellen,
während Organe im westlichen Sinne etwas materielles sind.
Ying Qi
Bei den Funktionskreisen herrscht die Vorstellung,
daß
Qi in Leitbahnen wie Wasser in Bächen und Flüssen fließt.
Entsprechend gibt es Bezeichnungen für
Öffnungen im Verlauf der Leitbahnen wie Flußpunkt, Quellpunkt, Bachpunkt etc.,
und die acht Sondermeridiane werden entsprechend als Ozeane bezeichnet.
Dieses „Qi in den Kanälen” ist genauer gesagt „Ying Qi”,
da ja tatsächlich alles im Universum „Qi” ist.
Hauptmeridiane
Die 12 verschiedenen „Organe”,
die auch Hauptmeridiane genannt werden,
werden paarweise zu
Yin-Yang-Paaren 陰陽 angeordnet. Diese Paare werden dann wiederum
fünf Wandlungsphasen 五行 zugeordnet:
Therapie der Meridiane
Keiraku Chiryo 經絡治療
Als Heilpraktiker behandle ich Meridiane direkt mit
energetischen Verfahren,
wie beispielsweise Klopftherapie,
oder indirekt mit
manuellen Verfahren,
wie beispielsweise der Bauchmassage (Ampuku 按腹) oder der
Fußreflexzonenmassage.