„Akupunkturpunkt” wird auf japanisch „Tsubo” oder „Ketsu” und auf chinesisch „Xue” genannt.
Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort für Akupunkturpunkt in etwa „Loch” oder „Öffnung”.
Akupunkturpunkte sind aktive Punkte,
die zur Behandlung und zur Diagnose verwendet werden können.
Bei Krankheit wölben sich diese Punkte nach außen (Fülle) oder ziehen sich nach innen (Leere) ein.
Bei gesunden Menschen sind die Akupunkturpunkte daher nur sehr schwer zu finden.
Akupunkturpunkte sind Öffnungen entlang der Kanäle, die auch Leitbahnen oder Meridiane genannte werden. Kennzeichnend für Akupunkturpunkte ist, daß Qi durch diese Öffnungen hinein oder heraus geht. Veränderungen des Körpers zeigen sich in den Akupunkturpunkten. Auch pathogenes Qi kann sich in den Akupunkturpunkten sammeln und dort festgestellt werden, d.h. für Diagnosen verwendet werden.
Die Anzahl der Akupunkturpunkte kann nicht wirklich genau bestimmt werden. Man hat im Suwen („den grundlegenden Fragen”, siehe auch unten) daher einfach mal die Zahl der Akupunkturpunkte an der Anzahl der Tage eines Jahres mit 365 festgemacht. Welche Punkte tatsächlich benutzt werden, ist abhängig von der jeweiligen Akupunkturschule und dem jeweiligen Akupunkteur.
In Japan heißt es, daß der Schlüssel zum Erfolg in der Akupunktur darin liegt, die „ikita tsubo”, die „aktiven” oder „lebendigen” Punkte, zu finden und zu behandeln.
Akupunkturpunkte werden in Heilpraktiker-Behandlungen insbesondere bei den sogenannten energetischen Methoden verwendet.
Es gibt 365 Qi-Löcher, die mit dem Tagen des Jahres korrespondieren.Neijing Suwen, 54. Kap., ca. 2. oder 1. Jahrhundert v.Chr.