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Tugenden
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Die Tugenden

Es gibt 4 weltliche und 3 geistliche Tugenden. Wer diese 7 Tugenden inne hat, der „taugt” etwas. Die Tugenden stärken und erhalten die Gesundheit und stehen so im Gegensatz zu den Lastern.

Vier weltliche Tugenden

Die „vier weltliche Tugenden” werden in einem Werk von Marcus Tullius Cicero „de officiis” (über die Pflichten) behandelt. Darin werden die Pflichten des täglichen Lebens behandelt:

Die „virtutes cardinales”, zu deutsch die vier Kardinaltugenden, sind weltliche Tugenden, d.h. sie können durch Anstrengung erworben werden.

Weisheit (sapientia) / Klugheit (prudentia)

Weisheit ist ein Wissen, das man braucht und gebraucht. Weisheit ist die Fähigkeit des Menschen, das Leben zu meistern, und Weisheit wird damit zur Klugheit.

Im Laufe des Lebens wird Weisheit erworben, d.h. Weisheit ist die Summe der Lebenseinsichten und der Reife. Sie ist Lebensführungskompetenz, mit der man schnelle und doch besonnene Entscheidungen trifft.

Wer ist weise und klug unter euch?
Der zeige mit seinem guten Wandel seine Werke in Sanftmut und Weisheit.
(Jak 3,13)

Gerechtigkeit (iustitia)

Gerechtigkeit bedeutet, jedem das Seine zukommen zu lassen und benötigt menschliches Ermessen anstelle von sturem Festhalten an Regeln. Gerechtigkeit ist das Gleichgewicht von Rechten und Pflichten.
Denn es wäre besser für sie gewesen, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt hätten,
als daß sie ihn kennen und sich abkehren von dem heiligen Gebot, das ihnen gegeben ist.
(2. Pe 2,21)

Tapferkeit (fortitudo, magnitudo animi)

Mut, Tapferkeit und Seelengröße äußern sich in der Bereitschaft, Gefahren einzugehen und Opfer auf sich zu nehmen. Tapferkeit überwindet Angst und Furcht. Dagegen sind u.a. Feigheit und Tollkühnheit das Gegenteil von Tapferkeit.
Und Saul sprach zu David: Siehe, meine älteste Tochter Merab will ich dir zur Frau geben;
sei nur ein tapferer Mann und führe des HERRN Kriege.
Denn Saul dachte: Meine Hand soll nicht gegen ihn sein, sondern die Hand der Philister.
(1. Sam 18,17)

Mäßigung (temperantia)

Mäßigung ist die innere Harmonie der Seele bzw. die Mitte zwischen einem Zuviel und einem Zuwenig. Mäßigung zu üben, ist ein ständiger Prozeß.
Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich es gebührt zu halten,
sondern dass er maßvoll von sich halte, ein jeder, wie Gott das Maß des Glaubens ausgeteilt hat.
(Röm 12,3)

Drei geistliche Tugenden

Die drei geistlichen Tugenden: werden nicht erworben, sondern werden als Geschenk angenommen und unterscheiden sich dadurch von den weltlichen Tugenden.
Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
(1. Kor 13,13)

Letzte Änderung: 15.3.2009
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